| Von Socken und
Seifenblasen
Eine kleine liberale "Konkurrenzbeobachtung" Ein Wahlkampfbeitrag von Hans-Jürgen Beerfeltz, Bundesgeschäftsführer der F.D.P. Bonn, 9.7.1998
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Bei einer genauen Beobachtung des Bundestagswahlkampfes 1998 im Verlaufes dieses Jahres fällt auf, daß die meisten Parteien ihr Programm verstecken. Die SPD hat ihr Wahlprogramm in einer Stunde beschlossen, die CDU zieht den Entwurf zurück, um schließlich eine Kurzvorstellung mit dem Bundeskanzler zu machen und die Grünen machen sogar eine Sonderveranstaltung, um ein unauffälliges "Light-Programm" zu entwickeln. All diese Parteien setzen im Wahlkampf auf Personen, oder auf ein Image, das unabhängig vom Inhalt transportiert wird. Die Substanzlosigkeit dieses Wahlkampfes wird spätestens immer dann deutlich, wenn mal wieder ein Wähler, oder auch ein Journalist gefragt wird: Gerhard Schröder ist bereit, aber wozu? Die F.D.P. wird hingegen im Wahlkampf ganz
auf ihre liberalen Positionen setzen, die sie den Bürgern vermitteln
will. Die Wähler sollen wissen, daß die F.D.P. Steuern senken
will, mehr Geld und mehr Innovation in die Bildung in Deutschland investieren
will - und sie sollen auch wissen, warum wir das wollen. In diesem Punkt
unterscheidet sich politische Werbung auch von solcher für Waschmittel:
Mit Argumenten überzeugen, im Wahlkampf auf Substanz zu setzen ist
nämlich gleichzeitig ein Beitrag zur demokratischen Stabilität.
Eine liberale Politische Kultur lebt vom Austausch der Argumente, nicht
der Plazierung von Images. Deswegen will sich die F.D.P. mit ihrem Wahlkampf
an die Seite der Bürger stellen und ihnen klar sagen: Es sind Ihre
Steuern. Es ist Ihr Leben. Es ist Ihr Land.
Hans-Jürgen Beerfeltz,
F.D.P.
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