Neue SPD 
Kommentar von Peter Grafe   
Köln,
28.9.1998
 
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Mit diesem Wahlsieg beginnt die Geschichte einer neuen SPD, die kein Parteitag beschloß. Ein völlig auf Medienwirkung abgestellter Wahlkampf und Schröders Erfolg werden all jene in der SPD ermutigen, die ihren persönlichen Aufstieg eher über die öffentliche Zustimmung als im langen Marsch durch die Gremien der Partei organisieren wollen: Wer künftig als Oberbürgermeister, Landrat oder Ministerpräsident kandidieren will, wird versuchen, sich als Politstar zu präsentieren. 
 
Der Wahlkampf war zugleich ein Machtkampf innerparteilicher Strömungen, und nach diesem Ausgang wird die Linke in der Partei einige Mühe haben, ihre Positionen durchzusetzen. Die "neue Mitte" ist ein begrenzter Raum. Schröder und Lafontaine werden die SPD in ein politisches  Dienstleistungsunternehmen der Deutschland AG verwandeln oder sie werden scheitern. Gerade in einer Koalition mit den Grünen bleibt auf diesem Weg für die Linke in den eigenen Reihen wenig Spielraum. 
 
peg
 
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