| Elisabeth did
it! Ein Prognose-Check Kommentar von Peter Grafe Köln,
28.9.1998
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Die besten Ergebnisse lieferte Allensbach. Dieses Institut wurde von Frau Noelle-Neumannn aufgebaut, die in den Medien immer wieder als "Pythia vom Bodensee" verspottet und zugleich bewundert wurde. Sie berät seit Jahrzehnten die CDU und stand auch Helmut Kohl demoskopisch zur Seite. Ihren Erkenntnissen zufolge befand sich die Union zwar seit einigen Wochen im leichten Aufwind, blieb jedoch kontinuierlich unter 36%. Die letzten Zahlen von Allensbach weichen vom Ergebnis aller künftig im Bundestag vertretenen Parteien insgesamt nur um 2,4 Prozentpunkte ab. Mit deutlichem Abstand folgt Forsa. Dieses Institut sah die SPD auf einem Höhenflug und wurde in den Medien gerne mit dem Zusatz "SPD-nah" versehen. Doch auch Forsa unterschätzte den tatsächlichen Absturz der CDU und kommt daher in der Gesamtabweichung nur auf 4,4 Punkte. Das als neue prognostische Kraft angekündigte Börsenspiel Wahlstreet konnte sich nur im Mittelfeld behaupten und liegt mit einer Gesamtabweichung von 4,6 Prozentpunkten knapp hinter Forsa. Die anderen Institute folgen dann mit Abweichungen zwischen 5,4 und 6,8 Punkten. Die meisten Instituten schätzten die CDU deutlich zu hoch und die SPD entsprechend zu niedrig ein, während bei den kleinen Parteien die Abweichungen meist unter einem Prozent lagen. In der für die Mehrheitsbildung wichtigen Frage allerdings, ob die PDS auch ohne Direktmandate in den Bundestag kommen könne, lagen bis auf eines alle Institute und Forschungsansätze daneben. Nur Allensbach sah die PDS bei 5,0%. Vielleicht stehen diesem Orakel ja besondere Quellen zur Verfügung.
peg
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