Ohne Vergangenheit keine Zukunft.   

Das aktuelle Image der Parteien wuchs aus der Geschichte und bricht sich im aktuellen Handeln. Im großen industriellen Aufbruch des vorigen Jahrhunderts waren die Verteilungskämpfe zwischen Arbeit und Kapital der dominierende politische Konflikt. Dabei entstanden die Arbeiterparteien auf der linken Seite und auf der rechten einige national-konservative Gruppierungen mit jeweils unterschiedlichen Mischungen aus Bürgern, Bauern, Adeligen, Militärs und Protestanten. Dazwischen und mal näher bei den einen oder anderen hielt sich das katholische Zentrum.  

Aus diesem Gemenge entwickelten sich nach dem 2. Weltkrieg die Parteien neu: Die CDU beerbte das Zentrum, öffnete sich den Protestanten und wollte für alle Bürgerinnen und Bürger wählbar sein. Die SPD knüpfte an ihrer Geschichte vor der Naziherrschaft an, wurde Arbeiter- bzw. Arbeitnehmerpartei. Die FDP versammelte national-konservative und bürgerlich-liberale Elemente. Der Ost-West-Konflikt wurde eine weitere innenpolitische Orientierungs- und Spaltungslinie.  
Nach 1975 wuchs die Sensibilität gegenüber ökologischen Risiken zu einer neuen politischen Bewegung, die schließlich "Die Grünen" hervorbrachte.Mit dem Ende des "Ostblocks" löst sich die politische Nachkriegsordnung auf. Gleichzeitig fügt sich die Verteilung von Reichtum und Arbeit nicht mehr bündig ins alte klassenpolitische Bild, sondern verlangt nach neuen politischen Lösungen. 

Ausführlichere Informationen zur Geschichte des Parteiensystems in der Bundesrepublik hat die Bundeszentrale für politische Bildung im Angebot

 
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