Es gab nicht nur die Stasi...
 
  Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)
Die SED entstand aus der Vereinigung von KPD und SPD im Frühjahr 1946. Am Ende der DDR hatte sie mehr als 2 Millionen Menschen Mitglieder. Ihr höchstes Organ war der Parteitag, der alle fünf Jahre zusammentrat. Er beschloß die Generallinie und die Grundzüge der SED-Politik. Rechtsnachfolger der SED ist die "Partei des Demokratischen Sozialismus" (PDS). 
 
 
Die Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD)
Zur Integration der Bauern und zur Förderung der Landwirtschaft wurde am 29. April 1948 die DBD gegründet. Sie zählte Ende der 80er Jahre rund 110.000 Mitglieder. 
 
Die Christlich-Demokratische Union Deutschlands (CDU)
Die CDU, gegründet als Partei für christlich engagierte Menschen, hatte rund 132.000 Mitglieder. Rechtsnachfolger der CDU der DDR wurde die bundesdeutsche CDU. 
 
Die Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD)
An Handwerker, Gewerbetreibende und Akademiker wandte sich die LDPD. Mittelständische Unternehmer gab es in der DDR bis 1972, selbständige Gewerbetreibende ebenfalls, freie Berufe waren jedoch die Ausnahme. Die LDPD wurde bereits am 5. Juli 1945 gegründet und hatte 1989 rund 96.000 Mitgliedern. Nach der Wiedervereinigung ging sie in der FDP auf. 
 
 
Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NDPD)
Die NDPD wurde am 25. Mai 1948 Die NDPD wurde am 25. Mai 1948 gegründet und wandte sich an eine ähnliche Klientel wie die LDPD. Ziel der Partei war es, das Kleinbürgertum zu integrieren und den Nationalsozialismus zu überwinden. Ebenso wie die LDPD ging die NDPD weitgehend in der FDP auf. gegründet und wandte sich an eine ähnliche Klientel wie die LDPD. Ziel der Partei war es, das Kleinbürgertum zu integrieren und den Nationalsozialismus zu überwinden. Ebenso wie die LDPD ging die NDPD weitgehend in der FDP auf. 
 
 
Der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB)
16 Industriegewerkschaften und Gewerkschaften waren im FDGB vereint, der am 15. Juni 1945 gegründet wurde. Die Gewerkschaften arbeiteten auf lokaler und auf Gesamtebene an der Lenkung des Staates mit. Alle Gesetze, die die Arbeits- und Lebensbedingungen der DDR-Bürger betrafen, bedurften ihrer Zustimmung. Ihre Bedeutung für die Wirtschaftsplanung war groß: Der FDGB diskutierte die jährlichen Betriebspläne und verabschiedete den staatlichen Volkswirtschaftsplan. 
 
 
Die Freie Deutsche Jugend (FDJ)
Drei Viertel aller DDR-Jugendlichen waren Mitglieder in der FDJ. Zu ihr gehörte die Pionierorganisation "Ernst Thälmann" als Kinderorganisation mit zahlreichen Ferien-, Freizeit- und Sportangeboten. Eine vergleichbare Institution gibt es in der Bundesrepublik nicht. 
 
Der Demokratische Frauenbund Deutschlands (DFD)
Freizeitgestaltung, Bildungsmöglichkeit und Interessenvertretung für Frauen insbesondere im Nachbarschaftsbereich bot der DFD, gegründet am 8. März 1947, also am internationalen Frauentag. Der Verband hatte rund 1,5 Millionen Mitglieder. 
 
 
Der Kulturbund der DDR (KB)
Die größte Kulturorganisation der DDR kümmerte sich in mehr als 10.000 Interessengemeinschaften um Freizeitgestaltung und Weiterbildung in den Bereichein Kunst, Literatur, Wissenschaft und Technik. Ihr Aufgabengebiet war am ehesten dem der bundesdeutschen Volkshochschulen vergleichbar. 
 
 
Die Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB)
Genossenschaftsbäuerinnen und -bauern und Gärtner waren im VdgB organisiert; sie betrieb Versorgungseinrichtungen, verlieh landwirtschaftliche Maschinen und unterhielt Selbsthilfewerkstätten. 
 
Ausgewählte DDR-Wahlergebnisse
Zusammensetzung der Volkskammer bis 1990:
Nach dem Mandat Anzahl Prozent
Sämtliche Abgeordnete 500 100
SED 127 25,4
CDU 52 10,4
LDPD 52 10,4
DBD 52 10,4
NDPD 52 10,4
FDGB 61 12,2
FDJ 37 7,4
DFD 32 6,4
KB 21 4,2
VdgB 14 2,8
 

Mitglieder der Massenorganisationen konnten gleichzeitig auch in einer Partei sein. Die Zusammensetzung der Volkskammer nach Parteizugehörigkeit sah in der 8. Wahlperiode 1981/86 so aus: 
Fraktion davon Parteimitglied bei
SED 127 SED 127
CDU 52 CDU 52
LDPD 52 LDPD 52 
DBD 52 DBD 52 
NDPD 52 NDPD 52 
FDGB 68 SED 62, parteilos 6
FDJ 40 SED 37, CDU 1, parteilos 2
DFD 35 SED 32, CDU 1, LDPD 1, parteilos 1
KB 22 SED 18, NDPD 1, parteilos 3
 
Wird nicht nach Mandaten, sondern nach Parteizugehörigkeit gerechnet, hatte die SED 55,2 Prozent der Sitze. 

 
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