Heute: Parteien in den ostdeutschen Ländern
 
Gespannt beobachten westdeutsche Politikwissenschaftler, wie sich seit 1990 die ostdeutsche Parteienlandschaft entwickelt. 
Die ostdeutschen Bürgerrechtler konnten ihre herausragende Rolle im Vereinigungsprozeß nicht in Wahlerfolge umsetzen. "Bündnis 90" und die SPD wurden zwar in der DDR neu gegründet und knüpften im Gegensatz zu vielen anderen nicht an die alten Blockparteien an, hatten aber an der Wahlurne keinen großen Erfolge - vom Land Brandenburg einmal abgesehen. In den anderen vier "neuen Ländern" sammelte die CDU die meisten Stimmen - eine der Parteien, die ihre Ost-Variante samt Mitgliedern und Parteivermögen übernommen hatte. 

Die "Partei des demokratischen Sozialismus - PDS" trägt  an der Last ihrer Vergangenheit. Bis heute hängt ihr das Etikett "SED-Nachfolgepartei" an. 

Das die Ost-SPD keine der alten DDR-Partein beerbte, hatte für sie Vor- und Nachteile: So gab es zwar keine Reibereien zwischen alten und neuen Aktiven, dafür mußte die gesamte Organisation neu aufgebaut werden. Sie hat deshalb nur wenige Mitglieder und ist mehr als andere Parteien auf Präsenz in den Medien angewiesen. 

Eigentlich gibt es in allen ostdeutschen Ländern - Sachsen ausgenommen - eine Mehrheit links von der Union. Doch diese "Mehrheit" ist sich nicht einig, wovon die CDU gerne profitiert.

 
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