| Internet Engineers
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| Die Macher und Macherinnen von CDU,
CSU, FDP, Bündnis
90/Die Grünen, SPD und PDS
gaben das erste Mal im April '98 Auskunft über ihrem Auftritt im Netz,
über Konzepte, Zielgruppen, Botschaften, Interaktivität, darüber,
wie man die Kundschaft auf die eigene Site lockt und was die Unterschiede
zum Printbereich sind. Der Journalist und Autor Peter Grafe befragte die
Online-Redaktionen der Parteien.
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| "Broschüren
sind langsam"
Interview mit Susanne Land, CDU |
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| Susanne Land studierte Theologie, wurde
PR-Journalistin und leitet seit Oktober 1995 die Online-Redaktion der CDU.
Wie groß schätzen Sie die Zielgruppe, die Sie vor allem im Netz erreichen und wer sind diese Personen? Vor zwei Jahren kamen vor allem männliche Studenten mit niedrigem Einkommen. Nun sind es nur noch 17% Studenten. Es kommen aber immerhin schon 12% Frauen - mit steigender Tendenz. Auch die über 30 Jahre alten männlichen Nutzer mit gutem Einkommen nehmen enorm zu. Das Internet ist auf dem Weg, ein Massenmedium zu werden. Werden Ihre Themen im Netz anders aufbereitet als in Broschüren, werden besondere Schwerpunkte gesetzt oder kommen im Netz Inhalte exklusiv vor? 80 - 90% der aktuellen Geschichten werden fürs Internet exklusiv geschrieben, sind also kein Abfallprodukt. Die grundlegenden thematischen Positionen der CDU sind natürlich auch schriftlich vorhanden, werden aber fürs Internet anders aufbereitet, vor allem gekürzt. In Zukunft soll es mehr Grafiken und Photos geben, dabei liegen wir aber in einem Zielkonflikt: Einerseits sollen die Ladezeiten kurz und die Kosten niedrig bleiben, andererseits würden wir das Angebot gerne noch schöner machen. Hat die Netzkommunikation Rückwirkungen ins Haus? Ja, die Bereitschaft wächst stetig, das neue Medium zu nutzen und parallel nimmt auch der Druck auf uns zu, man sieht sich immer genauer an, was wir machen. Außerdem erfährt man schnell und direkt, was die User interessiert, und man stellt sich darauf ein. Wenn wir Themen oder Kampagnen neu angehen, wird die Internetpräsentation von vorne herein mitüberlegt. Man denkt nicht mehr nur in Broschüren, sondern auch ans Internet. Wie lange dauert es, bis die Fragen der User beantwortet werden? Im Forum relativ schnell, maximal eine Woche, bei E-mails dauert es leider noch etwas länger. Wir haben noch kein elektronisches Postbuch ?es soll aber eingerichtet werden. So hängt die Geschwindigkeit noch davon ab, welcher Referent das Schreiben der Antwort gerade wie in seiner Arbeit unterbringt. Auf Ihrem Eröffnungsscreen gibt es nicht nur die Linkliste und die Icons der großen Bereiche, sondern auch einen Text, warum? Im Forum erhalten wir ein feedback zu unserem Angebot und dabei zeigt sich: Sehr viele beziehen sich auf das Thema der Homepage. Wenn wir den gleichen Text zur "Politik" stellen, erhalten wir sehr viel weniger Resonanz. Manchmal gerät dieser Eröffnungstext ziemlich ausführlich. Wenn wir eine große Veranstaltung mit viel Prominenz hatten, kann man nicht nur eine Person zitieren, sondern muß mehrere nehmen. Aus Rücksicht auf interne Empfindlichkeiten wird mancher Text etwas länger als das Idealmaß für das Medium. Im Vergleich zu Printmedien: Was ist die Besonderheit des Internet? Broschüren sind langsam: Insbesondere wenn sich in einem Prozeß Dinge schnell bewegen, kann eine Broschüre schon veraltet sein, wenn sie gedruckt ist. Im Netz kann man den aktuellen Stand verfolgen. Machen Sie Werbung auf fremden Sites, in Suchmaschinen? Wenn ja, wo? Wir machen bislang keine Banner-Werbung, aber eventuell
im Rahmen einer besonderen Kampagne. Es hat nicht nur Vorteile die Zahl
der Zugriffe zu erhöhen: Die Zugriffsgeschwindigkeit kann dann für
jene lästig langsam werden, die sich wirklich interessieren. Obwohl
wir die Kapazitäten
immer wieder erweitern.
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| "Aktualität
ohne Vorlauf"
Interview mit Wilhelm Graf, CSU |
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| Wilhelm Graf arbeitet bei der CSU Landesleitung,
München im Geschäftsbereich Öffentlichkeitsarbeit und betreut
den Internet-Auftritt.
Wie groß schätzen Sie die Zielgruppe, die Sie vor allem im Netz erreichen und wer sind diese Personen? Ca. 5 % der Wähler mit steigender Tendenz. Das sind vor allem Junge Leute, also Schüler, Studenten, Auszubildende, politisch Interessierte, und Journalisten Werden Ihre Themen im Netz anders aufbereitet als in Broschüren, werden besondere Schwerpunkte gesetzt oder kommen im Netz Inhalte exklusiv vor? Wir versuchen im Internet einen Überblick über aktuelle, politische Themen darzustellen, weisen auf Veranstaltungen und Presseerklärungen hin. Die Möglichkeit der Kommunikation mit der Partei sehen wir als wichtigen Baustein in unserem Interent-Angebot. Dazu geben wir auch die Möglichkeit, sich in eine E-mail-Liste einzutragen, um automatisch unsere Informationen zu erhalten. Was ist die Besonderheit des Mediums Internet, welche Rolle spielt es im Media-Mix? Hier haben wir die Möglichkeit, O-Töne und Video (Ausschnitte bzw. Liveübertragung) weltweit zur Verfügung zu stellen. Die Aktualität ist durch das Internet eher gewährleistet, als durch Anzeigen und Broschüren, da diese einen gewissen Vorlauf benötigen. Wie hoch ist der Etat für den Wahlkampf im Netz? Ca. 3 % vom Gesamtetat. (Laut Stern liegt der bei ca. 12 Millionen inclusive der Landtagswahl.) Von wo aus kommt man auf Ihre Site? Von der Hanns-Seidel-Stiftung, der CSU-Landesgruppe, der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag und über alle Internet-Angebote der Kreis- und Ortsverbände. Machen Sie Werbung auf fremden Sites, in Suchmaschinen? Wenn ja, wo? Auf allen Informationsschriften, Briefbögen, etc. der CSU können Sie unsere Domain finden. Außerdem sind wir in allen gängigen Suchmaschinen eingetragen. Eine separate Werbung erfolgt derzeit nicht. Welche Bereiche Ihrer Website sind für Interaktivitat vorgesehen? e-mail, Newsflash, Mitgliedschaft online, Chats und
online-Bestellung Werbematerial und Infomaterial.
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| "Ideenwettbewerb
für Aktionen"
Interview mit Dr. Silke Jansen, FDP |
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| Dr. Silke Jansen betreut das Büro
des Parteivorsitzenden, die Arbeitsgruppe "Kommunikation" und den Server
der liberalen Organisationsholding.
Wie groß schätzen Sie die Zielgruppe, die Sie vor allem im Netz erreichen und wer sind diese Personen? Wir sind stolz auf unsere neuesten Zahlen: In der ersten Februarwoche hatten wir 130.000 Zugriffe. Es kommen vor allem Studenten. Die wollen ja jetzt die FDP übernehmen. Wir haben nichts dagegen, wenn Studenten bei uns eintreten, um Bildungspolitik zu machen. Werden Ihre Themen im Netz anders aufbereitet als in Broschüren, werden besondere Schwerpunkte gesetzt oder kommen im Netz Inhalte exklusiv vor? Die meisten Informationen gibt es auch auf Papier, einige Serviceangebote und das Forum gibt es nur im Netz. Wir haben außerdem zwei geschlossene Foren, eines zum Mittelstand, eines zur Informationsgesellschaft. Wie qualifiziert sich die FDP fürs Netz? Wir haben eine Arbeitsgruppe Kommunikation, die beschäftigt sich auch mit dem Netzangebot. Und die Kreisverbände bekommen je einen Netzbeauftragten, der dann auch Zugang zu den internen Foren hat. Wie hoch ist der Etat für den Wahlkampf im Netz? Unser Gesamtetat liegt zwischen 5 und 6 Millionen, da gibt es einen Bereich Mediamix und in dem sind auch die Internet-Aktivitäten enthalten Machen Sie Werbung auf fremden Sites, in Suchmaschinen? Wenn ja, wo? Nein, wir nehmen Werbung auf unsere Sites Wird es besondere Netzaktivitäten im Wahlkampf geben? Ja, wir
machen eine besondere Werbemittelpräsentation und einen Ideenwettbewerb
für Aktionen.
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| "Leichter Zugang für schwierige Antworten"- Interview mit Dr. Norbert Franck, Bündnis 90/Die Grünen |
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| Dr. Norbert Franck ist Referent für
Öffentlichkeitsarbeit und Internetredakteur von Bündnis
90/ Die Grünen.
Wie groß schätzen Sie die Zielgruppe, die Sie vor allem im Netz erreichen und wer sind diese Personen? Da gibt es keine genauen Zahlen, nur einige Indikatoren: Seit wir im Internet sind, gibt es von Studenten eine drastisch höhere Nachfrage nach Materialien. Hat die Netzkommunikation Folgewirkungen? Und wir haben besseren Kontakt zum "gewöhnlichen" Parteimitglied, das sonst nur über die Mitgliedermagazine erreicht werden kann: die Beschwerde wird einfacher. Zudem bewirkt es, daß Interessenten problemlos die Grünen vor Ort finden können, was nicht in allen Landesteilen ganz einfach ist. Gibt es zusätzliches Personal für die Arbeit am Netz? Nein, bei uns läuft das so, daß die Arbeitsfelder für das vorhandene Personal erweitert werden. Jobenlargement und -enrichment. Werden Ihre Themen im Netz anders aufbereitet als in Broschüren, werden besondere Schwerpunkte gesetzt oder kommen im Netz Inhalte exklusiv vor? Es gibt im Kern die gleichen Inhalte. Sie sind jetzt für mehr Leute direkt zugänglich. Die andere Aufbereitung betrifft vor allem den Zugang zu den Dokumenten, sodaß man jeweils von mehreren Seiten hin gelangen kann. Wir haben von Anfang an keinen großen Wert auf großartige Animation oder Spielchen gelegt. Die Grünen suchen noch nach einem leichten Zugang für schwierige Antworten. Was wir anbieten ist sehr textlastig. Weil Ihr Klientel das auch so annimmt? "Wir könnten finanziell nicht konkurrieren mit dem, was im Bereich Animation inzwischen an Maßstäben gesetzt ist. Zudem ist unsere Erfahrung, daß vor allem Information gesucht wird: man will wissen, warum wir für die Erhöhung des Benzinpreises auf 5,-- Mark sind. Dieses Interesse zeigt sich auch daran, daß viele lange Texte herunter geladen werden. Gibt es Dinge, die nur im Netz angeboten werden? Ja, das betrifft den Serviceteil. Man kann Adressen abfragen, man kann problemlos Materialien bestellen, es gibt ein Gästebuch, ein Diskussionsforum. All das gibt es nicht in gedruckter Form. Wird es im Wahlkampf besondere Aktivitäten im Netz geben? Ja, wir werden eine "Abstimmung über die Zukunft" im Netz veranstalten, also Userinnen und User fragen, was sie von einigen unserer Vorschlägen halten. Und man muß ein paar Begründungen schreiben, bevor das Votum zählt, dann bekommt man eine Rückmeldung, wie im Moment der Stand der Zustimmung oder Ablehnung ist. Wie hoch ist der Etat für den Wahlkampf im Netz? Unser Gesamtwahletat im Bund liegt bei 4 Millionen. Wir leihen ja nichts, gehen also nicht mit Schulden ins nächste Jahr. In diesem Etat ist kein Sonderposten Internet ausgewiesen. Wir müssen vor allem Arbeit investieren. Machen Sie Werbung auf fremden Sites, in Suchmaschinen? Nein. Weiteres Interview
zum Online-Wahlkampf von Bündnis 90 / Die Grünen
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| "Schneller Zugriff"
Interview mit Jürgen Reents, PDS |
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| Jürgen Reents kam 1983 als Vertreter
der Hamburger GAL für die Grünen in den Bundestag. Heute ist
er Pressesprecher der PDS-Bundestagsgruppe.
Wie groß schätzen Sie die Zielgruppe, die Sie vor allem im Netz erreichen und wer sind diese Personen? Eine Schätzung ist schwer möglich. Potentiell richtet sich unser Angebot an alle politisch interessierten Internet-Nutzer. Derzeit gibt es durchschnittlich 1.500 Zugriffe täglich. Werden Ihre Themen im Netz anders aufbereitet als in Broschüren, werden besondere Schwerpunkte gesetzt oder kommen im Netz Inhalte exklusiv vor? Im wesentlichen enthält unser Internet-Angebot die selben Inhalte, die die PDS auch anderweitig publiziert bzw. vorrätig hält: Pressemitteilungen, eigene Publikationen, Bestell-Listen, Initiativen, Reden, Arbeitspapiere aus den Fachbereichen, Terminankündigungen etc. Exklusiv sind ausschließlich netztypische Features: E-mail-Kontakte sowie Online-Chats. Im Vergleich zu Broschüren, Plakaten oder Anzeigen: Was ist die Besonderheit des Mediums Internet, welche Rolle spielt es im Media-Mix? Die Besonderheit liegt insbesondere in der höheren Aktualität und im schnelleren und eigenständigen Zugriff auf die angebotenen Informationen, Sie werden ansonsten nur auf spezielle Nachfrage verschickt, sind im Netz aber für alle Interessierten unmittelbar zugänglich. Die Bedeutung dieses Informationsangebotes ist bislang zwar noch eingeschränkt, aber spürbar zunehmend. Von wo aus kommt auf Ihre Site? Seit ein reichlich alberner Konflikt mit der Bundestagsverwaltung über ein "Birnen"-Logo auf unserer Webseite entschärft wurde, ist das Internet-Angebot der PDS-Bundestagsgruppe u.a. auch über die offizielle Seite des Bundestages erreichbar. Machen Sie Werbung auf fremden Sites, in Suchmaschinen? Werbung nein - aber unsere Seiten sind in folgenden
Suchmaschinen eingetragen: Yahoo, Alta Vista, Lycos, Hotbot, Northern Light,
Fireball, web.de, Nathan, Bellnet u.a.m.
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| "Keine Spielwiese
mehr!"
Interview mit Anna Siebenborn, SPD |
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| Anna Siebenborn arbeitet seit 20 Jahren
beim Parteivorstand der SPD im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und interne
Medien. Seit 1995 leitet sie die Internet-Redaktion.
Wie groß schätzen Sie die Zielgruppe, die Sie vor allem im Netz erreichen und wer sind diese Personen? Es gibt etwa 5 Millionen Personen mit Zugang zum Netz. Wir haben insbesondere junge Leute im Blick, die man mit den traditionellen Medien oder über Parteiveranstaltungen nur sehr schwer erreichen würde. In den feedbacks können wir feststellen, daß sich mit der Ausbreitung der Online-Dienste und der großen Provider die Art der User verändert hat. Am Anfang kam hauptsächlich akademisches, studentisches Publikum, inzwischen nähert sich das immer mehr einem Querschnitt der Bevölkerung an: 60% kommen über kommerziellen Dienste, 40% über die Universitäten. Und was wollen oder suchen sie? Diskutieren oder Information. Wir hatten zum Beispiele einen Stand bei der Cebit. Da kamen junge Leute und waren begeistert, daß das Archiv viel Material für Aufsätze oder Referate bietet. Genauso kamen Lehrer und Eltern, die es prima fanden, ihren Jugendlichen sagen zu können: schau doch im Netz nach, wenn sie eine Frage nicht beantworten können. Werden Ihre Themen im Netz anders aufbereitet als in Broschüren, werden besondere Schwerpunkte gesetzt oder kommen im Netz Inhalte exklusiv vor? Nein, es gibt keine besonderen Inhalte fürs Netz, sie sind Teil der Gesamtkampagne, werden aber speziell aufbereitet: Im Bereich Politik zum Beispiel fangen wir mit abstracts an, dahinter kann man tiefer in den Text einsteigen, wenn man es will, und dahinter sind dann längere Grundsatzentwürfe zum download. Wer schreibt diese kurzen Zusammenfassungen? Es ist nicht die Internet-Redaktion, die diese abstracs erstellt, sondern die Fachreferenten: Das sind total abgestimmte Texte. Wirkt die Netzkommunikation ins Haus zurück? Das ist der Trend. Es gibt hier ein Referat, das Statistiken erstellt für die Entscheidungsträger: Diese und jene Themen waren im letzten Monat wichtig. Es dauert allerdings noch eine Weile bis die Prominenz das Medium ernst nimmt. Wie entwickelt sich die interne Rolle der Internet-Redaktion? Sie hat natürlich noch längst keinen Status wie die Presse-Stelle etwa, doch ihre Bedeutung nimmt zu. Am Anfang konnte ich machen, was ich wollte, es war eine Spielwiese. Das hat sich gründlich geändert. Lange war das eine one woman show, jetzt werde ich von zwei Kollegen unterstützt. Auf der Homepage werden auch Ereignisse präsentiert, die eine Weile zurückliegen, warum? Wir wollten erst einmal eine neue Struktur entwickeln, ein neues Gesicht bekommen und das was dahinter liegt zu entrümpeln. Wenn der Wahlkampf in heißere Phasen übergeht, wird die Taktzahl erhöht. Aktuell sind Pressemitteilungen, Termin- und Veranstaltungshinweis. Bei großen Events sind wir topaktuell, da kann man auf der homepage verfolgen, was läuft. Was ist die Besonderheit des Mediums Internet im Media-Mix? Es gehört selbstverständlich dazu und ist besonders aktuell. Es wird auch Live-Berichterstattung bieten, z.B. von Parteitagen. Man kann sie via Netz mitverfolgen, mit allen Anträgen, Debatten und Beschlüssen. Außerdem geht der Trend dahin, daß Vieles nicht mehr gedruckt werden soll: das Organisationshandbuch zum Beispiel ?da sind ständig Wechsel im Amt oder Adreßänderungen. Das wird es künftig nur noch übers Intranet geben. Wie hoch ist das Budget für den Internetauftritt? Wir haben aktuell große Investition in das Intranet vorgenommen. Die Ausgaben für das Internet sind vom Gesamtetat nur ein winziger Bruchteil. Machen Sie Werbung auf fremden Sites, in Suchmaschinen? Wenn ja, wo? Ja, wir machen Banner-Werbung in vielen Zeitungen Welche Bereiche sind für Interaktivität vorgesehen? Die Foren vor allem. Da legen Prominente einen Einstiegstext vor und greifen auch in die Diskussion ein. Das vermittelt die Vorstellung "ich finde Gehör, da sind reale Personen bei der SPD, die das auch wahrnehmen, was ich denen schreibe." |
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