Internet Engineers 
 
Fast alle großen und kleinen Parteien sind mittlerweile online. Die ersten Interviews über Konzepte, Zielgruppen und Design führte wahlen-98.de mit den Machern und Macherinnen der Websites im April '98. Jetzt sprach der Autor Peter Grafe zum zweiten Mal mit ihnen über Erfahrungen und Probleme. 
  
"Wir haben einfach weniger Geld als die SPD"
Interview mit Susanne Land, verantwortlich für den Internet-Auftritt der CDU
"Der Online-Wahlkampf beginnt sich zu professionalisieren"
Interview mit Tom French, Geschäftsführer der Multimedia-Agentur Wysiwyg, verantwortlich für den Internetauftritt der SPD
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

"Wir haben einfach weniger Geld als die SPD"
Interview mit Susanne Land, CDU
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Susanne Land studierte Theologie, wurde PR-Journalistin und leitet seit Oktober 1995 die Online-Redaktion der CDU.  

Seit Ende August kommt die CDU mit leicht verändertem Layout. Wird der Auftritt vor der Wahl noch einmal verändert? 
  
Nein, es gibt immer wieder neue Texte, aber an der Struktur oder beim Layout wird sich nichts mehr ändern. Wir haben die Site gestrafft, große Teile rausgenommen und etwas Platz aber nichts grundlegend Neues gemacht.  
  
Warum ist Navigationsleiste jetzt rechts und nicht mehr auf der linken Seite? 
  
Damit man sofort sieht, daß sich etwas geändert hat, um Gewohnheiten zu durchbrechen und weil es vom Layout her schöner paßt. 
  
Ihre erneuerter Auftritt lädt sich ein bißchen langsam.. 
  
Ja, das ist wahr. Unser Server ist inzwischen etwas veraltet, aber vor der Wahl wollten wir die Technik nicht mehr runderneuern. Das braucht Zeit, die wir im Moment nicht haben. Wir haben uns noch einen zweiten Server angemietet. Damit es bei viel Traffic keinen Stau gibt. Dort sind die Videos und das Forum mit den Politikerdiskussionen abgelegt. Da haben wir eine 45Megabit-bone-Anbindung und einen sehr kapazitätsstarken Server. So haben wir zwar keine Probleme, aber auch keine Dauerlösung; die kommt nach der Wahl mit einem neuen Server. 
  
Was passiert sonst noch nach der Wahl? 
  
Wir werden das gesamte Angebot für die neue Epoche optimieren. Die Grundstruktur aber ist ja jetzt relativ neu, wird also erst einmal beibehalten. Wir haben einfach weniger Geld zur Verfügung als die SPD. Wir sind nur zwei Redakteure für das Internet. Die haben mehr Leute und konnten von vorne herein und dauerhaft mit einer Agentur arbeiten. Wir haben sehr viel mehr selbst gemacht. Unsere Agentur hat jetzt nur das Layout überarbeitet - mehr nicht. Und in nächster Zeit werden wir sicher in Eigenleistung weitermachen, wie jetzt auch. 
  
Die SPD hat in ihrem Wahlkampfteil eine Struktur, die es ermöglicht, sehr schnell auch Grafiken und Bilder auszutauschen. Bei der CDU gibt es viele Kapitel, in denen aktualisiert werden muß. Ist das nicht zu kompliziert? 
  
Nein, wir greifen nicht in die Struktur ein, sondern ändern lediglich die Texte. Wir können das von WinWord aus in eine Maske geben. Das ist völlig problemlos, das geht auch von zu Hause aus oder von unterwegs.  
  
Welche Kapitel werden besonders häufig aufgerufen? 
  
Immer noch das Forum, da sind wir meistens bei 700.000 bis 800.000 Views, dann die Homepage und danach das Kapitel Politik/News. Häufig wird der Elefant auf der Wahlkampfsite besucht. Den haben wir zum Download angeboten. Diese Möglichkeit wurde bislang immerhin 3.800 mal genutzt. 
  
Wie groß ist das Engagement der vielen Besucher im Forum? 
  
In letzter Zeit hatten wir monatlich über 20.000 Beiträge. 
  
Oh je, und wer liest die alle? 
  
Wir die Redaktion, ja sicher. 
  
Na, da haben Sie ja zu tun. 
  
Kann ich Ihnen sagen. Wir haben versucht, dafür eine Agentur einzuschalten, um einige Leute zu haben, die uns wenigsten die Wochenendarbeit abzunehmen. Doch das ging nicht gut, die hatten große Probleme damit, zwischen Beleidigungen und kritischen inhaltlichen Beiträgen zu unterscheiden. Die übersehen zum Beispiel, wenn Politiker gefragt werden, wann sie zuletzt mit wem Sex hatten. Das darf nicht passieren. Solche Sachen nehmen wir raus. 
  
Und was wird gar nicht oder besonders selten aufgesucht? 
  
Das Archiv wurde im Verhältnis zu unserem Pflegeaufwand zu selten genutzt. Also haben wir es aus dem Programm gestrichen. 
  
Und was ist jetzt das Schlußlicht? 
  
Ich schau mal - oh, das ist ja Wahnsinn, ich habe die neue Statistik noch nicht gesehen. Wir hatten im August ja mehr als 3,3 Millionen Zugriffe und allein 100.000 Aufrufe der homepage,  
  
Was zählt man eigentlich genau? 
  
Bei uns werden die Seitenaufrufe gezählt. Wenn einer sich also im Forum fünf Beiträge anschaut, dann hat er auch fünf Seiten und wird fünf mal gezählt. 
  
Ach so kommt man auf die hohen Zahlen. Warum zählt Sie nicht die Besuche auf Ihrem Angebot? 
  
Es gibt drei Möglichkeiten zu zählen: die Page Views, die Visits und die Hits. Die Hits zu zählen, ist nicht seriös, denn da wird zum Beispiel jede Grafik, die Sie auf der Seite haben, extra gezählt. Die Visits sind nicht ohne Cookies zu zählen, und das haben wird deshalb nicht eingesetzt. Also zählen wir die Seitenabrufe.  
  
Also wo waren die wenigsten Besucher? 
  
Die wenigsten waren im Surfbrett. 
  
Sind aus dem Nutzerverhalten weitere Konsequenzen gezogen oder bedacht worden? Was ist mit Spaß und Spiel? 
  
Es gibt die animierten Plakate, doch wir haben entschieden, daß wir darüber hinaus keine Spiele oder Bereiche mit Entertainment-Charakter machen. Einmal, weil wir dafür mehr Geld bräuchten, zum anderen aber auch, weil wir meinen, daß die Leute in erster Linie Informationen suchen oder mit uns kommunizieren wollen, aber nicht auf unsere Seiten kommen, um ein Spiel zu spielen. Schließlich wäre der spielerische Bereich Konkurrenz zum eigenen Programm, zum Diskussionsforum zum Beispiel. Die User bleiben ja nicht unendlich lange im Angebot der CDU  
  
Gibt es für den Wahlkampf relevante Zielgruppen, die speziell im Netz angesprochen werden? 
  
Wir gehen immer noch davon aus, daß wir im Netz mehr junge Leute ansprechen als wir das über andere Medien können, also mehr Studenten. Und dann hat man immer mehr die Möglichkeit, die inzwischen sehr aufmerksam gewordenen Meinungsbildner übers Internet anzusprechen. 
  
Es gibt also einen Presseservice übers Internet? 
  
So direkt machen wir das nicht, aber die Homepage wird zum Beispiel immer wieder in anderen Medien als Pressemitteilung veröffentlicht, obwohl sie nicht den formellen Charakter einer Presseerklärung hat. 
  
Das Internet kann also Primärmedium werden, gibt es weitere Beispiele in dieser Richtung, wurde etwa eine Politikeräußerung im Chat von den traditionellen Medien aufgegriffen? 
  
Mir fällt dafür kein Beispiel ein. 
  
Für aktuelle Mitteilungen sind die Presseagenturen immer noch schneller und wirksamer? 
  
Ja, aber wenn wir Grundsatztexte haben, dann bieten wir einen gern genutzten Service: Die Petersberger Steuerbeschlüsse zum Beispiel hatten wir wenige Minuten nachdem sie beschlossen waren im Netz. Dafür haben wir von Abgeordneten und Journalisten viele positive Reaktionen bekommen, die sofort mit dem vollen Wortlaut arbeiten konnten. 

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"Der Online-Wahlkampf beginnt sich zu professionalisieren"
Interview mit Tom French, Agentur Wysiwyg  - Internetauftritt der SPD
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Thomas E. French ist Geschäftsführer Marketing bei der Düsseldorfer Agentur Wysiwyg, die den Internetauftritt der SPD und von Firmen wie RWE, Krombacher und Persil betreut. 
  
Wie sind Sie an die SPD oder die SPD an Sie gekommen? 
  
Das war eine Wettbewerbspräsentation, bei der wir überzeugen konnten.  
  
Was waren Ihre Informationen zum Produkt SPD und Kandidat? 
  
Der Wechsel als zentrale Perspektive und wichtige Themen wie Bildung und Arbeitslosigkeit. Die Arbeit fing mit einer klassischen Relaunch-Aufgabe an und ging dann in den speziellen Wahlkampfauftritt über. 
  
Hatten Sie Vorbilder für die Wahlsite in den USA etwa? 
  
Wir haben uns natürlich angeschaut, was die in Amerika oder auch in Großbritannien machen. Wir sind aber unsere eigenen Wege gegangen, was Gestaltung und Inhalt anbetrifft.  
  
Was kennzeichnet die Anmutung der SPD? 
  
Grundvertrauen und Überraschung. Deswegen haben wir die Site in zwei Teilen aufgebaut, einen Wahlkampf- und einen klassischen Bereich, den es vor dem Wahlkampf gab und den es auch nach der Wahl geben wird. Er bietet die Grundinformation über Programm, Personen, Parteistruktur  und ist nicht so zugespitzt und dynamisch wie der Bereich Wahlkampf.  
  
In der heißen Phase des Wahlkampfes wird doch ständig aktualisiert. Das könnte kompliziert werden, wenn jeden Tag viele Seiten geändert werden müssen.  Gibt es auch deshalb einen abgetrennten Wahlkampfteil ohne die übliche Navigationsleiste? 
  
Ja, das haben wir berücksichtigt. Deswegen haben wir im Wahlkampfbereich keine klassische Navigationsstruktur, sondern austauschbare Elemente, die jeweils für sich funktionieren. Der klassische Bereich wird davon nicht berührt, da muß man nichts umorganisieren, wenn vorne etwas Neues passiert. 
  
Der traditionelle Bereich tendiert nach rot, die Wahlkampfsite hat blau als Grundfarbe... 
  
Es ist sehr wichtig, daß wir Synergien schaffen mit der sonstigen Kommunikation der SPD: Was man im Fernsehen, in Prospekten und auf den Plakaten sieht, muß die gleichen formellen, visuellen und inhaltlichen Signale liefern. Und der Wahlkampf hat blau als Hintergrund. 
  
Folgt der Internet Auftritt der Struktur und der Themenfolge der allgemeinen Kampagne oder hat er eine eigenen Ablauf? 
  
Unser Ziel ist, die Kampagne in allen Medien aus einem Guß zu fahren. Wenn allgemein der Kandidat im Vordergrund steht, dann auch hier; wenn einzelne Themen hochgezogen werden dann auch im Netz. Es gibt eine formelle, inhaltliche und zeitliche Integration aller Elemente der Kampagne. Ein Surfer schaut ja auch TV oder in die Zeitung oder sieht die Plakate. 
Das Internet-Angebot geht natürlich einen Schritt weiter, weil interaktive Rubriken - wie etwa Diskussionsforen, Online-Bestell-Möglichkeiten, spielerische Elemente, die die Kreativität der User ansprechen - nur hier möglich sind.  
  
Hat man Ihnen gesagt, hier ist unsere Kampagne, machen Sie jetzt etwas fürs Internet daraus oder gab es ein spezielles Briefing für die Präsentation im Netz? 
  
Es gab beides. Wir sollten natürlich die klassische Kampagne berücksichtigen und jene Inhalte präsentieren, die die Kampagne der SPD prägen. Gleichzeitig ist Wahlkampf eine sehr dynamische Angelegenheit und wir haben die Möglichkeit angeboten, sehr schnell auf aktuelle Ereignisse zu reagieren. Es gibt täglich Neuigkeiten. 
  
Die Aktualität findet sich bei der SPD in den Pressemitteilungen, die CDU bringt im Netz jeden Tag einen neuen inhaltlichen Aufmacher. Warum macht die SPD es nicht auch so? 
  
Die Drehscheibe der Kommunikation ist die Pressearbeit und da diese Aktualisierung sowieso gemacht wird, kommt sie auch ins Netz. Aber es gibt jeden Tag eine speziell für das Intranet geschriebene Meldung, die sich an die hauptamtlichen Mitarbeiter der Partei richtet. 
  
Unter U22 bietet die SPD Hilfe für Erstwähler. Da ist außer einigen Erklärungen zum Wahlverfahren nichts drauf: keine Botschaft für die für alle Parteien so wichtigen Jungwähler, die ja auch zu den heftigsten Usern gehören. Warum nicht? 
  
Es werden FAQs zur Wahl hereingeholt und beantwortet. So ist das konzipiert, um Neuwähler anzusprechen. Für die SPD war es sehr wichtig, etwas für die junge Zielgruppe, allerdings mußte dies im Rahmen der derzeitigen finanziellen und redaktionellen Möglichkeiten geschehen.  Für die Zukunft werden andere Bereiche für die Jugend angedacht. 
  
Sitzt da jemand und antwortet sofort? 
  
Nicht sofort, aber so schnell wie möglich. 
  
Gibt es im Netz weitere Sonderaktionen für spezielle Zielgruppen? 
  
Nein. Die Zusammensetzung der User hat sich in den letzten zwei Jahren so verändert, daß man davon ausgehen kann, User aus allen Alters- und Bevölkerungsgruppen zu erreichen.  
  
Gibt es Bannerwerbung auf anderen Sites? 
  
Am Anfang ja, dann nicht mehr. Es soll aber wieder welche geben. Es werden auch noch einige Internet-Events kommen. Mehr kann ich dazu noch nicht sagen. 
  
Was machte die SPD auf der CeBIT  Home? 
  
Schwerpunkt waren RealAudio und RealVideo-Interviews mit Mitgliedern des Teams, Präsentation des Internet-Auftritts der SPD ... 
  
Die Frage zielte in eine andere Richtung... 
  
Sie meinen, was die SPD da zu suchen hat? Sie ist ein Content-Anbieter. Sie will zeigen, daß sie die neuen Technologien ernst nimmt und mit ihren Machern präsent sein. 
  
Ist es also wie beim Internetauftritt selbst: Man zeigt, daß man auf der Höhe der Zeit ist? 
  
Es ist nicht nur eine me-too Demonstration. Das Internet bietet wie kein anderes Medium, die Möglichkeit jedem Interessierten sofort - auch Sonntags oder um Mitternacht - Informationen über Programm und Ziele zukommen zu lassen. Und wie sich zeigt, werden diese Informationen auch heftig nachgefragt. 
  
Kann man nachvollziehen, wie häufig welche Bereiche des Angebots aufgesucht werden? 
  
Kann man!  Die Log-Files geben Information darüber. Aber die Zahlen, die wir nach außen geben, sind die Hits pro Monat und das waren im August 98 über 2,44 Millionen. Am meisten abgefragt wird der Bereich Programm, Aktuelles, Kandidat. 
60 Prozent der User kommen über kommerzielle Netze, 40 Prozent übers Wissenschaftsnetz. Am meisten abgefragt werden die Seiten dienstags und donnerstags zwischen 10.00 h und 11.00 h und am frühen Nachmittag. Die User gehen also überwiegend zu Bürozeiten ins Netz. Sie ist nicht mehr wie am Anfang die junge, männliche und technische Intelligenz. Man erreicht mehr und mehr einen Querschnitt der Bevölkerung. An dem Feedback durch E-mail kann man erkennen, daß das Wahlkampfangebot sehr stark von der Parteibasis genutzt wird. 
  
Interaktivität macht die Qualität des Netzes aus, findet aber nur im Spielbereich statt. Warum nicht in der richtigen Politik? 
  
Na, es gibt das Klartext-Forum, die Möglichkeiten per E-mail seine Meinung zu sagen oder nachzufragen. Man kann Informationsmaterial bestellen, die Hypertextstruktur selbst ermöglicht es, zu suchen und zu finden, was man haben möchte. Was hätten Sie gerne mehr? 
  
Eingriffe in die Politik. Zum Beispiel Einfluß auf die Programmgestaltung oder auf einzelne Projekte. Das Medium kann das, der virtuelle Ortsverein macht das vor, da konnte man die Vorsitzende per Netzabstimmung wählen - kann die SPD das auch? 
  
So weit sind wir noch nicht. Alle großen Organisationen bewegen sich nicht so schnell. Peter Glotz hat einmal gesagt: „Die SPD ist ein Tanker." Die Parteien werden sich sicherlich allmählich in ihren Strukturen den Möglichkeiten anpassen, die man heute unter dem Stichwort virtuelle Demokratie diskutiert. Bis jetzt ist das Netz einfach ein zusätzliches Medium.  
  
Das Internet entwickelt sich schnell weiter, gab es dabei bisher herausragende Meilensteine? 
  
Nun, man hat angefangen, das Internet in Wahlkampagnen zu nutzen - in den USA 1996, dann in Großbritannien und Frankreich. Jetzt bringt dieser Wahlkampf auch in Deutschland einen Durchbruch in der Professionalisierung. Zuerst haben das Leute gemacht, die sehr viel Informationen hatten und die ins Netz stellten. Das war sehr hausbacken. Die Ansprüche wachsen jetzt, was Navigation, Informationsstrukturierung, Design  und die Reaktionsgeschwindigkeit auf Angriffe oder Anfragen angeht.  
  
Haben Sie den Eindruck, daß die Netzaktivitäten schon auf den tradierten Politikbereich zurückwirken, daß man die Netzaktivitäten mitdenkt bevor man die Kampagne beschließt oder ist das Netz der letzte Verwerter von Ereignissen, die für andere Medien konzipiert wurden? 
  
Bisher kommen die Inhalte aus den anderen Bereichen, künftig werden die Netzaktivitäten von vorne herein mitgeplant. Es gibt schon eine Reihe von Chats und Interviews, die speziell fürs Netz gemacht werden und je mehr das Netz an Bedeutung gewinnt, desto öfter wird es solche Ereignisse geben. Das Internet wird ein ebenbürtiges Medium mit Pressearbeit, Fernsehen, Print und Plakatierung. 
  
Fällt Ihnen schon ein Ereignis im Netz erinnern, das in den anderen Medien weiter transportiert wurde? 
  
Das Thema Wahlkampf im Internet ging durch alle Medien. 
  
Klar, doch ich meine etwas anderes: Gab es eine politische Äußerung des Kandidaten z.B., die zuerst im Netz und dann sekundär von anderen Medien aufgegriffen wurde? 
  
Mir fällt da ein Beispiel ein: Gerhard Schröder hat auf dem Wahlparteitag in Leipzig ein Exklusiv-Interview fürs Internet gegeben. Die Fragen der User wurden per real audio/real video ins Netz gestellt. Zeitungen haben über diese Fragen (die von Privatleuten und nicht von offiziellen Pressevertretern gestellt wurden) und Schröders Antworten berichtet. 
peg am 4.9.98
 
 
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